
Psychotherapie Charta
Text der Schweizer Charta für Psychotherapie
Die Schweizer Charta für Psychotherapie führt das breite Feld unterschiedlicher Psychotherapiemethoden in einem wetlweit ersten und auf die europäische Entwicklung ausstrahlenden Prozess zusammen.In mehrjährigen Diskussionen (seit 1989) wurde zwischen den wichtigsten Psychotherapiemethoden in der Schweiz ein Konsens ausgehandelt, welche Inhalte, Fähigkeiten und Fertigkeiten durch anerkannte Psychotherapieausbildungen vermitteln werden sollen. Eine gemeinsame Definition der Grundpositionen von Psychotherapie wurde erarbeitet.Dieser dialogische Prozess setzte sich anschließend in den Institutionen, Fach- und Berufsverbänden fort und umfasste 1700 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.
Nach einer Überprüfung der Institutionen bezüglich Einhaltung der erarbeiteten Vereinbarungen unterzeichneten am 10. März 1993 in Zürich zunächst 27 Ausbildungsinstitutionen, Fach- und Berufsverbände die Schweizer Charta für Psychotherapie.
Die psychotherapeutische Ausbildung lag seit der Entstehung der Profession in der Hand privater Institutionen, die ihre eigene Forschungs- und Vermittlungskultur aufgebaut haben. Die Charta unterstützt die weitere Nutzung dieses riesigen Erfahrungsschatzes.
Die Vielfalt der Therapiemethoden wird als Qualitätsmerkmal verstanden, denn die Pluralität der Gesellschaft und die Verschiedenheit der Menschen verlangen eine Auswahl an unterschiedlichen therapeutischen Ansätzen. Aus diesem Grund steht die Charta allen Organisationen offen, welche ihre Grundwerte und Standards akzeptieren und an der Förderung der Qualität von Psychotherapie interessiert sind.
Text der Schweizer Charta für Psychotherapie (Download PDF/220KB)

