
Psychotherapie Charta
Eigene Forschung
Resultate von Forschungsprojekten der Charta
Volker Tschuschke, Aureliano Crameri, Margit Koemeda, Peter Schulthess,
Agnes von Wyl, Rainer Weber
Fundamental Reflections on Psychotherapy Research and Initial Results of the Naturalistic
Psychotherapy Study on Outpatient Treatment in Switzerland (PAP-S)
International Journal for Psychotherapy, vol 14 , No 3, Nov. 2010
http://www.ijp.org.uk/Back_Issues
Abstract
The paper deals with the current controversy regarding the subject of appropriate and necessary research strategies in psychotherapy, and it takes a clear stand in favour of a naturalistic, process-outcome-oriented research approach (practice-based evidence). Based on the design and the initial results of the PAP-S study, conducted by the Swiss Charter for Psychotherapy, it will be pointed out how useful empirical research can be carried out in psychotherapy.
Key words: Psychotherapy research, research strategies, naturalistic psychotherapy study, process-outcome research, outpatient treatment
Volker Tschuschke, Aureliano Crameri, Margit Koemeda, Peter Schulthess,
Agnes von Wyl, Rainer Weber
Psychotherapieforschung – Grundlegende Überlegungen und erste Ergebnisse der naturalistischen Psychotherapie-Studie ambulanter Behandlungen in der Schweiz (PAP-S)
Psychotherapie Forum. Vol 17, No. 4, 2009. Springer Wien New York
Zusammenfassung
Die Arbeit setzt sich mit der derzeitig kontrovers geführten Debatte um angemessene und notwendige Forschungsdesigns in der Psychotherapie auseinander und bezieht eindeutige Position für einen naturalistischen, prozess-outcome-orientierten Forschungsansatz (practice-based evidence). Am Beispiel des Designs und erster Ergebnisse der PAP-S-Studie der Schweizer Charta für Psychotherapie wird aufgezeigt, wie sinnvolle empirische Forschung in der Psychotherapie erfolgen kann.
Schlüsselwörter: Psychotherapieforschung; Wirksamkeit von Psychotherapie; naturalistische Psychotherapiestudie; ambulante Psychotherapie; Prozess-Ergebnis-Forschung.
Schweizer, M., Buchmann, R., Schlegel, M., Schulthess, P.
Struktur und Leistung der Psychotherapieversorgung in der Schweiz.
Erhebung der Schweizer Charta für Psychotherapie
Psychotherapie Forum. Vol 10, No. 3, 2002. Springer Wien New York
Zusammenfassung
Die Schweizer Charta für Psychotherapie hat eine empirische Erhebung unter einem bedeutenden Teil der Psychotherapeuten der Schweiz durchgeführt, welche Fragen zur Ausbildung und Arbeitsweise der TherapeutInnen sowie zu den von ihnen behandelten Patienten umfasst.
Aus dieser Erhebung ergibt sich, dass im Jahr 2001 von den rund 5000 PsychotherapeutInnen in der Schweiz etwa 4.6 Millionen Stunden Psychotherapie geleistet wurden, knapp die Hälfte davon von medizinisch ausgebildeten TherapeutInnen. 2.5 Millionen Stunden wurden von der Grundversicherung der Krankenkassen übernommen. Am stärksten vertreten sind in der Schweiz die analytischen Verfahren, welche in rund der Hälfte der gesamten Therapiestundenzahl angewandt werden, gefolgt von humanistischen und körperpsychotherapeutischen Verfahren. Systemische und verhaltenstherapeutische Verfahren spielen in der Schweiz eine deutlich untergeordnete Rolle, was unter anderem auch darauf zurückzuführen ist, dass sie kaum als Hauptmethode Verwendung finden, sondern als zusätzlich neben einer Hauptmethode verwendete Verfahren.
Bei den Resultaten fällt insbesondere die grosse Verflechtung der verschiedenen Therapiemethoden auf, sowohl was die Ausbildung der Therapeuten anbelangt, als auch die Verwendung der Methoden im Therapieprozess. Eine überwiegende Mehrheit der Therapeuten verfügt über Weiter- oder Fortbildungen in mehreren Verfahren und kombiniert diese auch in ihrer therapeutischen Tätigkeit. Aufgrund dieser ausgeprägten Methodenverflechtung scheint die Anerkennung einzelner Methoden ein untaugliches Mittel, um als Kriterium für die Aufnahme in den Leistungskatalog der Krankenkassen zu dienen.
Schlüsselwörter: Psychotherapie, Sozialversicherung, Krankenkasse, Ausbildung, Methoden

