
Psychotherapie Charta
Verbandsnachrichten
20. Mai 2011
Neue Zeitschriften „Psychotherapie-Wissenschaft“ und „Psychotherapie-Berufsentwicklung“ online
Seit 18 Jahren haben die Verbände ÖBVP, ASPV, Charta und DVP im Springer Verlag die Zeitschrift Psychotherapie Forum herausgegeben. Die Zusammenarbeit mit dem Springer Verlag wurde per Ende 2010 eingestellt, das Projekt einer gemeinsamen wissenschaftlichen Zeitschrift mit Berufspolitischem Anhang jedoch weiterverfolgt und auf neue Füsse gestellt.Das wissenschaftliche Zeitschrift heisst nun „Psychotherapie–Wissenschaft". Das frühere Supplement zum Psychotherapie Forum mit berufspolitischen News und Beiträgen aus den verbänden, erscheint nun mit eigenem Titel: „Psychotherapie-Berufsentwicklung".
Beide Zeitschriften sind als „Open Access Journal" auf dem Internet publiziert: http://www.psychotherapie-wissenschaft.info/
Open Access bedeutet, dass die Zeitschriften öffentlich und unentgeltlich zugänglich sind. Wer sich als LeserIn registriert, wird jeweils per e-mail automatisch auf das Erscheinen der neuesten Ausgabe aufmerksam gemacht.
Wie bisher ist auf Wunsch auch eine gedruckte Ausgabe erhältlich. Für Mitglieder der herausgebenden Vereine ist dies kostenlos, externe InteressentInnen können ein Abonnement für die Printausgabe erwerben.
Die Kontaktadressen sind im Internetauftritt ersichtlich.
17. Mai 2011
Mitteilung betreffend PsyG
Da das erste Heft der von der Charta, dem ÖBVP und dem DVP gemeinsam herausgegebenen neuen Zeitschrift „Psychotherapie-Berufsentwicklung" mit erheblicher Verspätung erschien, hat der Präsident der Charta im Schweizer Versand ein aktuelles Rundschreiben zum PsyG beilegen lassen.
Charta Mitgliederbrief v. 17.5.2011 zum Psychologieberufegesetz Deutsch 150.17 KB
15. Mai 2004
Psychische Gesundheit
Die Charta hat zum Bericht "Psychische Gesundheit" der Nationalen
Gesundheitspolitik Schweiz (einem Projekt des Bundesamtes für
Gesundheit) eine Vernehmlassungsanwort eingereicht. Im Bericht wird eine
Nationale Strategie zum Schutz, zur Förderung, Erhaltung und
Wiederherstellung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung in der
Schweiz formuliert. Im Teil I werden grundlegende Fakten und verfügbare
Studien zurm Verständnis und zu Einflussfaktoren der psychischen
Gesundheit zusammengetragen und die verfügbaren Studien zu Verbreitung
psychischer Störungen und dem kurativen Behandlungsangebot isb. im
psychiatrischen Bereich dargestellt. Im Teil II wird ein Handlungsplan
skizziert, in welchem erstmals eine national koordinierte Politik zur
Förderung, Erhaltung und Wiederherstellung der psychischen Gesundheit in
Form von Empfehlungen verlangt wird und entsprechende Strategien
entworfen werden. Teil III skizziert einen Zeitplan zur Umsetzung innert
10 Jahren.
Die neue Politik für psychische Gesundheit soll eingebettet sein in
internationale Bestrebungen der WHO, der EU und in Zusammenerbeit mit
den Kantonen und Fachstellen erfolgen.
Ziele der nationalen Gesundheitspolitik sind:
- Zunahme der psychischen Vitalität in der Bevölkerung der Schweiz
- Erleichterung des Zugangs zu angemessener Behandlung
- Verbesserung der Kooperation mit Betroffenen und Angehörigen
- Abnahme der Chronizizät von psychischen Störungen und Abnahme des
Bedarfs an IV-Berentungen - Abnahme der Suizidalität
- Grössere Zufriedenheit bei den PatientInnen und weniger Burnout bei
den Fachleuten - Erhöhte Attraktivität der Arbeit mit psychisch Kranken
Die Charta äussert in ihrer Stellungnahme Lob und Zufriedenheit mit der
generellen Stossrichtung dieses Projektes, enthält doch z.B. eine der
Empfehlungen auch die Forderung nach Aufnahme der psychologischen
Psychotherapie in die Grundversicherung der Krankenkassen um den
ungehinderten Zugang aller Bevölkerungskreise zu qualifizierter Hilfe zu
gewährleisten.
Die Charta hat aber auch Kritikpunkte angebracht. So fällt bei der
Zusammensetzung der Arbeitsgruppe, welche den Bericht erarbeitete, auf,
dass diese sehr medizin-, bzw. psychiatrielastig ist. Fachleute aus
Prävention, Sozialarbeit, Bildung, Psychologie und nichtärztlicher
Psychotherapie wurden kaum oder gar nicht beigezogen, obwohl die
Empfehlungen zu einer nationalen Gesundheitspolitik gerade eine solche
interdisziplinäre Zusammenarbeit und Koordination verlangen.
Die Vernehmlassungsantworten werden bis im Herbst 2004 ausgewertet und
münden in einen überarbeiteten Bericht, worauf der Startschuss zu
Umsetzung erfolgen kann.
Unter http://www.nationalegesundheit.ch können weitere Informationen zum
Projekt abgerufen werden.
| Bericht "Psychische Gesundheit" der Nationalen Gesundheitspolitik Schweiz Deutsch 1629 Kb |
| Vernehmlassungsantwort der Charta Deutsch 293 KB |
Februar 2003
Forschungsbericht des BSV "Stationen im Prozess der Anerkennung der psychologischen Psychotherapie" erschienen
Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) hat in der Reihe "Beiträge zur sozialen Sicherheit" einen Forschungsbericht zur psychologischen Psychotherapie publiziert.
Er enthält 6 Teile, die von verschiedenen Autoren verfasst wurden:
1) G. Mattanza: Internationale Regelung der Psychotherapie.
2) M. Schweizer: Status quo im Psychotherapiebereich der Schweiz - Resultate der Erhebung "Basisdokumentation" der Schweizer Charta für Psychotherapie.
3) S. Ess und T. Szucs: Kosten der Psychotherapie in der Schweiz und Szenarien zur Kostenentwicklung.
4) A. Frei: Der volkswirtschaftliche Nutzen der Psychotherapie.
5) H. Roth Stand der Arbeiten zum Psychologieberufegesetz.
6) Arbeitshypothesen zur anstehenden Regelung der psychologischen Psychotherapie, gemeinsam verfasst von den beteiligten Autoren.
Fazit der Studie: "Auf der Basis einer Abschätzung der Anzahl behandlungsbedürftiger Fälle mit Therapiemotivation könnten in der Schweiz durch den adäquaten Einsatz der Psychotherapie gut zwei Milliarden Franken im somatisch-medizinischen Bereich gespart werden. Davon dürften etwa 1800 Millionen im Spital und 250 Millionen in der ambulanten ärztlichen Behandlung anfallen. Die Kosten der dafür erforderlichen Psychotherapie betragen etwa 960 Millionen Franken, so dass per Saldo eine Nettoeinsparung in der Grössenordnung von rund einer Milliarde Franken resultieren könnte."
Der Bericht kann gratis bezogen werden bei: BBL, Vertrieb Publikationen, CH-3003 Bern oder auf www.bbl.admin.ch/bundespublikationen
Bestellnummer: 318.010.3/02 d 1.03 500


